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„Die Zehn Gebote – und was sie heute bedeuten – Eine Gebrauchsanweisung“.
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 Roland RosenstockVon Christian Liebchen Roland Rosenstock „Die Zehn Gebote – und was sie heute bedeuten – Eine Gebrauchsanweisung“. rororo Verlag 2007 230 Seiten 8,95 € ISBN 978-3-499-62232-8
(cl) Was hat ein Musikdownload oder das Brennen einer Musik-CD mit der Bibel zu tun? Nichts? Doch ganz viel – sagt zumindest der Autor Roland Rosenstock. Anhand vieler aktueller Beispiele gerade auch aus der Erlebniswelt von Jugendlichen versucht er, die Zehn Gebot auf ihre Aktualität hin zu überprüfen. Er spricht dabei übrigens lieber von Zehn Regeln. Ein altes klassisches Thema der christlichen Unterweisung wird so mit neuem Leben gefüllt – das ist sein Ansatz. Zwar ist unter Theologen durchaus umstritten, ob überhaupt und vor allem wie diese alten Regeln aus der nomadischen Zeit in die heutige Welt übertragen werden können. Und doch ist es immer wieder aufregend, nach der jeweiligen Bedeutung für das Leben von Jugendlichen zu fragen. Und genau dabei kann dieses Buch durchaus behilflich sein. Der Autor arbeitet viel mit ganz aktuellen Beispielen . Jedes Gebot – jede Regel - wird mit einer passenden Geschichte sehr plastisch eingeführt. Mansches sind ganz echte Begebenheiten, anderes etwas konstruierte Geschichten. Aber sie erfüllen allemal ihren Zweck. Fast jedem Gebot wird ein Filmbeispiel – zumeist populärere amerikanische Filme - angefügt. Das regt natürlich an, möglicherweise genau auch mit diesem Filmbeispiel in einer Gruppe zu arbeiten. Die inhaltlichen Beispiele sind in den Kapiteln natürlich unterschiedlich gelungen. Aber mit einem kritischen Blick lässt sich in allen Kapiteln etwas brauchbares finden. Die theologische Einordnung geschieht nebenbei bzw. mitten drin in den Beispielen. Das dürfte manchen entgegen kommen, da es gut verdeutlicht und konkretisiert wird. Aber das schnelle querlesen wird verhindert. Man muss dann schon erst mal das ganze Kapitel lesen. Am Ende der Gebote steht jeweils eine kleine Gebrauchsanweisung für die Umsetzung im Alltag. Diese könnten durchaus kontrovers diskutiert werden, denn hier ist der Autor sehr subjektiv – was ja sein gutes Recht ist! Etwas irritierend ist allerdings die Anordnung der Gebote im Buch. Sie orientiert sich einerseits an der hebräischen Zählung und nicht an der Luthers. Der/die „normale“ Leser/in dürfte also etwas irritiert sein, hat er/sie doch was anderes „gelernt“. Eine einfache Erklärung oder Gegenüberstellung zu Beginn hätte da eine Hilfe sein können. Dann werden aber die hinteren (und älteren!) Gebote auch noch zuerst abgehandelt. So beginnt das Buch also mit dem Gebot „Du sollst nicht morden“ (nach Luther das 5. Gebot – in der hebräischen Bibel das 6. Gebot). Der Autor gibt dafür zwar eine Erklärung (sie seien eben älter und außerdem als Lebensregeln auch für Nichtchristen interessant), aber diese überzeugt nur zum Teil. Der Orientierung dient die Anordnung keinesfalls. Aber mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses lässt sich alles gut finden. Von diesen Irritationen abgesehen, ist es ein lohnenswertes Buch für alle die, die dazu in und mit ihren Gruppen arbeiten wollen und dafür ein paar Anregungen brauchen. Fertige Entwürfe und Ideen zur Umsetzung findet man natürlich nicht, das war aber auch nicht das Ziel des Autors. Übrigens: Raubkopien sind Diebstahl! – und das wäre doch schon ein super Einstieg in eine Diskussion mit Jugendlichen....
Christian Liebchen
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